Die Geschichte von Hüttschlag

Hüttschlag ist eine Gemeinde im Salzburger Land in Österreich. Das Bergsteigerdorf bietet viele, für Touristen attraktive, Aktivitäten und Möglichkeiten zum Sightseeing. Das Wander- und Skigebiet mit weit zurückreichender Geschichte entwickelte sich über die Jahre zu einem interessanten Besucherziel.

Frühe Geschichte

Die Gemeinde liegt etwa 8km vom Großarltal im Pongau entfernt. Das Großarltal wurde zum ersten Mal um 930 n. Chr. urkundlich erwähnt. Die Gegend gehörte zum Grund des Salzburger Erzbistums und wurde 1672 zu einem selbständigen Landgerichtsbezirk.

Im 12. Jahrhundert gehörte das Erzbistum noch zu Bayern und wuchs stetig, sodass die Bauern kaum noch in der Lage waren, die Menschen zu ernähren. Bischof Konrad Land lies das Land daraufhin roden, um es nutzbar für die Landwirtschaft zu machen. Auf diese Weise wurden Wege in das Tal erschlossen und die Flächen darin nutzbar gemacht.

Bergbau und Aufstieg

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Entwicklung von Hüttschlag ist der Bergbau. Es soll bereits im 14. und 15. Jahrhundert Kupfer- und Schwefelbergbau betrieben worden sein. In vielen der alten Stollen finden sich noch Spuren der frühen Bergbauzeit. Trotz Katastrophen in anderen Gegenden, etablierte sich der ertragreiche Bergbau und so errichtete man größere Anlagen in der Umgebung von Hüttschlag. 1520 entstand im Ort eine große Kupferschmelzhütte mit mehreren Öfen und Aufbereitungsanlagen, die teilweise heute noch erhalten sind. Der Bergbau brachte eine wirtschaftliche Blütezeit für Hüttschlag mit sich.

Der Bergbau wurde jedoch im Jahr 1863 eingestellt, dies hatte zur Folge, dass viele der Arbeiter abwanderten und mit ihren Familien ihr Glück woanders suchten. Die Einwohnerzahl sank drastisch ab und der Ort verarmte zusehends. Die Wirtschaft der Gegend musste wieder auf Land- und Forstwirtschaft umgestellt werden.

Der Name der Gemeinde leitet sich von Hütte oder Schmelzhütte und Schlag, einem Wort, das für Rodung benutzt wurde, ab.

Neue Geschichte und Bergsteigerdorf

Hüttschlag ist heute ein beliebtes Ziel für Wanderer und Skifahrer und hat seit 1991 Anteile an dem Nationalpark Hohe Tauern. Hüttschlag ist mit seinem breiten Wanderangebot ein wahrer Touristenmagnet. Wirtschaftlich ist der Tourismus mit Klein- und Mittelstandsbetrieben das Hauptstandbein von Hüttschlag.

Seit dem Jahr 2008 ist Hüttschlag ein Bergsteigerdorf, was seinen Stand in Sachen Bergsteigen beweist. Auch im Winter bietet Hüttschlag interessante Aktivitäten und ein Bus bringt sorgt für die Anbindung an die nahegelegenen Skigebiete.